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30. November 2003 bis
29. Februar 2004
Novalis-Museum, Wiederstedt
Das Experiment mit dem Zufall
Zu Gast im Novalis-Museum:
Museum für Sepulkralkultur, Kassel
Game over – zum Kontext von Spiel und Tod
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Kleine Weltkugel mit
Leporello „Erdenbewohner“
21 und 7 handkolorierte Lithographien, 18. Jh.
Sammlung Gudrun Scholtz-Knobloch,
vormals Spielzeug- und Kinderwelt
Museum Steinhude
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Das Novalis-Museum
in Wiederstedt / Forschungsstätte für Frühromantik, betitelt seine
Ausstellung Das Experiment mit dem Zufall - Vom 'Spiel der
intellectuellen Kräfte'.
In drei Ebenen wird der Grenzgang
zwischen Genuss und Gefahr als tägliche Lebenserfahrung für den
Besucher präsentiert:
1. Spielebene: das
klassische (archaische) Labyrinth. Hier beginnt das Spiel mit der
Suche nach dem (Aus-)Weg. Der Ariadne-Faden und eine Schranke zum
Hades – sinnfällig wird diese Idee durch die Platzierung im
Kellergewölbe des Schlosses.
2. Spielebene:
Das 'Schlemihl-Spiel'
von Adalbert Chamisso ist die Geschichte Peter Schlemihls, der
seinen Schatten verkauft, um ein glückliches Leben nach seinen Wünschen
führen zu können. Ohne Schatten verliert er jedoch alle sozialen
Bindungen und schließt einen Teufelspakt – eines der
Grundelemente jeder spielerischen Situation. Die Siebenmeilenstiefel
ermöglichen ihm eine Reise über die Weltkarte, allerdings um den
Preis, nie wirklich anzukommen. Integriert ist die Geschichte von
Balzacs 'Chagrinleder' – das Motiv des bei jedem geäußerten
Wunsch schrumpfenden Leders – letztlich ein Spiel mit dem Tod.
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Handspielfigur „Tod“
Kopf: Holz, geschnitzt, bemalt
Hülle: Textil
Hersteller unbekannt
Erste Hälfte 20. Jh.
Deutsches Spielzeugmuseum
Sonneberg
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Im gleichen Haus präsentiert das Museum für Sepulkralkultur Kassel
mit Game over – zum Kontext von Spiel und Tod eine
3. Spielebene: Der
Spielteppich macht für Alt und Jung das Gute und Böse erlebbar,
Werte, Entscheidungen, die letztlich jeder Lebenssituation immanent
sind.
Des Teufels Gebetbuch versinnbildlicht die Warnung vor dem sündhaften
Spiel. Die Verbindung von Tarot und Tarock als Möglichkeit der
Zukunftsdeutung sowie 'Spiralspiele' oder 'Himmel und Hölle' als
Sinnbilder für Sterben, Tod und Jenseits erwarten den Besucher.
Dabei wird der 'Geistliche Glückshafen' als Spiel des Klerus ebenso
wenig ausgelassen wie Aspekte aus dem Grenzbereich von 'Spiel und
Tod' oder 'Spiele und Spielzeug im Totenbrauchtum' bis hin zu 'Working
Models, unheimliche Automatengeschichten'.
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Novalis-Museum
Schloß
Oberwiederstedt
Schäfergasse 6, 06333 Wiederstedt
Tel.: (03476) 85 27 20
Fax: (03476) 85 27 27
E-Mail: schloss-oberwiederstedt@t-online.de
www.novalis-museum.de

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